Artgerechte Ausstattung und Zubehör

Neben einem artgerecht großen Gehege mit ausreichendem Einstreu, einem Mehrkammerhaus, mehreren kleinen Häusern und einem artgerechtem Laufrad gibt es noch weitere Gegenstände und Zubehör, die in einem artgerechtem Hamstergehege nicht fehlen sollten.

Ein Wassernapf/ eine Wasserflasche

Die Möglichkeit immer an Wasser zu gelangen, sollte ohne Einschränkung gegeben sein. Ebenso sollte das Wasser täglich gewechselt werden, auch wenn nicht sichtbar etwas verbraucht wurde.
Für die ausreichende Wasserzufuhr im Gehege eignen sich Wassernäpfe oder Wasserflaschen.
Das Reinigen und Befüllen von Wassernäpfen ist einfach und unkompliziert.
Wichtig ist zu beachten, dass der Trinknapf nicht zu groß und tief ist, damit die Tiere nicht unabsichtlich hereinfallen können. Hierfür haben Teelichthalter (z.B. Glimma Gläser von Ikea) häufig die perfekte Größe.
Außerdem sollten die Trinknäpfe nicht auf dem Streu stehen, um zu vermeiden, dass sie umgeworfen oder mit Streu befüllt werden. Eine Ebene oder das Dach eines Mehrkammerhauses eignen sich daher gut als Standort des Wassernapfs.

Wasserflaschen hingegen bieten sich als zusätzliche Möglichkeit zu einem Wassernapf an, so dass das Tier frei wählen kann. Zudem können sie im Sommer oder aber bei einem Kurzurlaub als Trinkmöglichkeit dazu gestellt werden, da in ihnen das Wasser nicht so schnell verdunstet.

 

Ein Futternapf hingegen ist nicht nötig. Das Trockenfutter kann einfach im Gehege verstreut und verbuddelt werden, so haben die Hamster Abwechslung und können ihre natürlichen Sinne nutzen.

Ein Sandbad

Hamster sind sehr reinliche Tiere und nutzen Sand für die Fellpflege. Hierfür sollte dem Tier jeder Zeit ein ausreichend großes Sandbad mit geeignetem Sand zur Verfügung stehen. Eine Beschreibung zum Sand findet ihr hier.

 


Ein Sandbad für Zwerghamster sollte mindestens 20 cm Durchmesser haben, damit die Tiere ausgiebig baden und darin wühlen können. Roborowski Zwerghamster benötigen auf Grund ihrer Herkunft und Vorlieben sogar einen Sandbereich der 1/3 des Geheges umfasst.
Goldhamster brauchen ein mindestens 30 cm Durchmesser großes Sandbad, und mögen den Sandbereich auch häufig gerne tiefer befüllt.
Sandbäder kann man relativ simpel selber bauen, aber auch Auflaufformen oder andere Glas/Keramikschalen eigenen sich sehr gut.

Wichtig zu beachten ist jedoch, dass das Sandbad vor dem Untergraben gesichert werden muss, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Tier beim Untergraben erschlagen wird! Das Sandbad sollte daher entweder direkt auf dem Boden oder einer festen Ebene stehen oder mit Stelzen abgesichert werden.


Viele Hamster bevorzugen es sich im Geschützten zu putzen, daher eignen sich kleine Verstecke im Sandbad um den Tieren diesen Schutz anzubieten.

Nistmaterial

Nistmaterial ist ein wichtiger Teil der Ausstattung den wir unserem Hamster anbieten sollten. Wichtig ist dabei, dass keine Hamsterwatte genutzt wird, da diese sehr gefährlich ist. Informationen zu dem Thema Hamsterwatte findet ihr unter dem Punkt No-gos in der Hamsterhaltung. Was sich hingegen wunderbar als Nistmaterial anbietet ist in kleine Stücke und Streifen gerissenes Toilettenpapier. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Toilettenpapier weder pafümiert noch bedruckt ist.
Neben Toilettenpapier eignen sich auch die im Handel verfügbaren Safebed-Flocken, hierbei handelt es sich um Papierflocken. Auch Baumwolleinstreu, und Hanffasern können als Nistmaterial angeboten werden.


Neben diesen beiden Arten eignet sich der Inhalt der Kapok-Schote wunderbar als Nistmaterial. Kapokfasern, die auch auch Pflanzendaunen genannt werden,  sind weißliche, watteartige, weiche Fasern. Kapok ist im Gegenteil zu Hamsterwatte geeignet, weil die Fasern so kurz und instabil sind, dass sich keine Stränge bilden könnten, die dem Tier beispielsweise ein Beinchen abschnüren könnten. Kapok findet man in den neben Online-Shops auch vor Ort häufig in der Vogelabteilung von Zoogeschäften.
Die Kapokschote kann einfach ins Gehege gelegt werden, sollte vorher aber geöffnet werden. Dies funktioniert am besten durch einen beherzten Tritt (beschuht) auf die Schote. Bei den schwarzen Kugeln handelt es sich um die Samen der Kapokschote, diese sind unbedenklich und werden gerne von den Tieren aus der Schote gesammelt und gebunkert.
Wer Sorge vor staubigem Kapok und potentiellen Augenproblemen der Tiere hat, welches vielerorts als Nachteil genannt wird, kann Kapok anstelle in Form einer Schote auch in gereinigter Form bei den gängigen Futtershops kaufen.

Versteckmöglichkeiten

Verschiedene Versteckmöglichkeiten bieten Hamstern als Fluchttieren genügend Schutz, aber auch Abwechslung im Gehege.
Hierfür eignen sich neben unterschiedlichen Häusern und Keramikverstecken auch viele andere Möglichkeiten.

Hier eine kleine Aufzählung von möglichen Verstecken:

  • Korkröhren und -tunnel
  • Toilettenpapier- und Küchenpapierrollen
  • Holzröhren und –tunnel
  • Weidenbrücken
  • kleine Blumenkübel
  • Buddahnüsse
  • Heuhaufen
  • uvm.

 

Beachtet bitte immer die Größe der Eingänge und Löcher der Verstecke. Für Goldhamster sollten Löcher immer mindestens 7 cm Durchmesser besitzen und bei Zwerghamstern 5 cm.
Ebenso sollten die Verstecke aus verträglichem Material sein, da sie gerne angenagt werden. Schwere Gegenstände sollten vor dem Unterbuddeln geschützt werden.

Beachtet bitte immer die Größe der Eingänge und Löcher der Verstecke. Für Goldhamster sollten Löcher immer mind- estens 7 cm Durchmesser besitzen und bei Zwerghamstern 5 cm.
Ebenso sollten die Verstecke aus ver- träglichem Material sein, da sie gerne angenagt werden. Schwere Gegenstände sollten vor dem Unterbuddeln geschützt werden.

Laufradebene

Eine Laufradebene bzw. ein sicherer, ebener Standort für das Laufrad ist wichtig damit das Laufrad flüssig laufen kann und keine Gefahr besteht, dass es umfällt. Da Laufräder pro Tag/Nacht sehr stark in Bewegung sind, können sie nicht einfach nur auf dem Streu stehen, wo auch eine Unterbuddelungsgefahr bestehen würde. Um dem Laufrad einen sicheren Stand zu gewährleisten eignen sich Laufradebenen. Diese gibt es teilweise im Handel zu kaufen, kann man jedoch auch relativ leicht selber bauen indem man eine Spanplatte zusägt und 4 Stelzen mit Lösungsmittelfreien Kleber daran befestigt.
Eine weitere Möglichkeit ist das Dach des Mehrkammerhauses (dieses sollte zum festen Stand auch auf Stelzen stehen) als Laufradebene zu nutzen.
Neben dem flüssigen und sicheren Laufen im Rad, bietet ein fester Stand auch weniger Potenzial für Laufradgeräusche.